PA der Österreichischen Kardiologengesellschaft zum ESC in Stockholm
Neue Studie aus Österreich: Abwärtsgehen ist gut für die Herz-Gesundheit
Feldkirch, Stockholm/ Freitag, 3. September 2020 - Abwärts gehen ist gut für die Gesundheit. Wer über 8 Wochen abwärts geht bzw. wandert, verbessert deutlich den Nüchternblutzucker und den Blutzucker nach einem Zuckerbelastungstest, die Blutfette, lindert Gefäßentzündungen und reduziert das Übergewicht. Das hat ein Forscherteam um Prim. Univ.-Prof. Dr. Heinz Drexel (Institut zur Erforschung und Behandlung von Erkrankungen des Gefäßsystems im Landeskrankhaus Feldkirch) herausgefunden. Die Untersuchung mit 92 Probanden und 25 Kontrollpersonen wurde auf dem Europäischen Kardiologenkongress unter die interessantesten neuen Forschungsergebnisse eingereiht.
"Sport ist für viele Menschen so anstrengend, dass sie Bewegungsprogramme nicht durchführen können oder wollen. Daher wird nach weniger anstrengenden Sportarten gesucht", so Prof. Drexel. "Eine Möglichkeit ist das Abwärtsgehen. Bisher war aber nicht bekannt, ob diese Art der Bewegung für Stoffwechsel, Herz und Kreislauf nützlich ist. Ein günstiger Effekt wäre besonders wichtig für Patienten mit Herzinsuffizienz oder Diabetes Mellitus."
Die Autoren schließen aus den Ergebnissen, dass das Abwärtsgehen ("exzentrische Muskelarbeit", von großem Vorteil für Menschen ist, die bisher keine Bewegung gemacht haben. In derzeit laufenden und künftigen Studien wird das Bewegungsprogramm bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Diabetes Mellitus eingesetzt.
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