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Studie zu Herzschwäche: Behebung von Eisenmangel ist wichtiges Behandlungsziel

Graz, Stockholm, 2. 09. 2010
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PA der Österreichischen Kardiologengesellschaft zum ESC in Stockholm

Studie zu Herzschwäche: Behebung von Eisenmangel ist wichtiges Behandlungsziel

Graz, Stockholm, Donnerstag, 2. September 2010 - "Die Behebung eines Eisenmangels sollte bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (HI; "Herzschwäche") ein wichtiges Therapieziel sein", sagt Prof. Dr. Piotr Ponikowski (Department für Herzkrankheiten, Medizinische Universität Wroclaw, PL) auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Stockholm. Eisenmangel sei offensichtlich unabhängig vom Schweregrad der HI-Symptome, und bestehe auch unabhängig von einer Anämie ("Blutarmut"). Aktuelle Daten aus einem polnischen Militärspital haben jetzt gezeigt, dass Eisenmangel auch bei mindestens jedem Dritten HI-Patienten ohne Anämie vorliegt.

"Insgesamt führt Eisenmangel zu einer reduzierten Lebensqualität. Unsere Untersuchungen zeigen, dass er eventuell ein bedrohliches Anzeichen eines generell schlechten Outcome ist", so Prof. Ponikowski. "Vor allem bei chronisch Kranken stellen 'Eisenmangel-assoziierte Komorbiditäten' ein Krankheits- und Sterblichkeits-Risiko dar."

Das medizinische Interesse galt lange Zeit weniger dem Zusammenhang zwischen Eisenmangel und dem natürlichen Verlauf des chronischen HI-Syndroms, sondern dem Auftreten von Anämie ("Blutarmut") bei HI", so Prof. Ponikowski. Neue Erkenntnisse machen hier ein Umdenken erforderlich. Insgesamt sei rund ein Drittel der Bevölkerung von Eisenmangel betroffen.

"Eisenmangel ist bei chronischer Herzinsuffizienz offenbar wesentlich häufiger als bisher angenommen", so Univ.-Prof. Dr. Burkert Pieske, Leiter der Abteilung für Kardiologie und Vorsitzender des Univ. Herzzentrums der Medizinischen Universität Graz. "Intravenöse Eisensubstitution kann die Symptomatik und körperliche Leistungsfähigkeit dieser Patienten erheblich verbessern. Interessanterweise ist dabei die Wirksamkeit von Eisensubstitution unabhängig davon, ob eine Anämie vorliegt oder nicht.

Pathophysiologisch wird ein chronischer Entzündungsprozess, wie er typischerweise bei Herzinsuffizienz vorliegt, als Ursache für den Eisenmangel angenommen. Obwohl sicherlich weitere Studien in diesem Bereich notwendig sind, sollte die Erfassung des Eisenstatus bei Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz regelhaft erfolgen und bei entsprechender Konstellation eine Substitutionsbehandlung erwogen werden."

Kontakt:
Roland Bettschart, B&K - Medien- und Kommunikationsberatung GmbH; Mobil +43-676-6356775; Tel.: +43-1-3194378-22; bettschart@bkkommunikation.com